Wie wird mit Hilfeempfängern gearbeitet?
MFOs organisieren Hilfeempfänger – wie bereits oben angedeutet – zumeist in Gruppen. Innerhalb dieser Gruppen wird zusätzlich jeder individuell unterstützt. Die Gruppen haben eine(n) Leiter(in), treffen sich regelmäßig unter sich oder mit den Kreditbetreuern, die bspw. einmal wöchentlich kommen, um sich über geschäftliche Fortschritte oder Barrieren zu informieren und Kreditrückzahlungsraten einzuholen. Dies alles geschieht nicht in einer Atmosphäre kühler Geschäftstätigkeit, sondern Anteil nehmender, ermutigender Mitmenschlichkeit. Die Tatsache, dass finanzieller Support zurückgezahlt werden muss, schafft dabei ein ausgesprochen konstruktives Trainingsfeld für diszipliniertes (klein-)unternehmerisches Verhalten. Kreditbewerber müssen sich zudem erst in der Gruppenarbeit beweisen. Wer schon hier Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit zeigt, wird sehr wahrscheinlich auch mit finanziellen Leihgaben umsichtig verfahren. Die bereits finanzierten Gruppenmitglieder stehen wiederum unter dem positiven Druck, dass eventuelles Fehlverhalten ihrerseits eine Hilfe für andere Bewerber blockiert. Anwärter für größere Kreditsummen kann immer nur sein, wer sich bereits im Umgang mit kleineren bewährt hat.